SAL-in-Arbeit

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1 Themen, an denen wir gerade arbeiten

1.1 Überlegungen zu Eckpunkten einer Qualitätskultur

Die Universität Heidelberg setzt sich erklärtermaßen für eine kompetenzorientierte Lehre ein und hat hierbei den Anspruch, neue Veranstaltungs- und Prüfungsformen zu entwickeln, die u.a. Forschung und Lehre verbinden. Mittlerweile verfügt die Universität über ein ausgebautes Team zur Befragung von Studierenden und Evaluation von Studiengängen.

Was bislang fehlt bzw. nur in Ansätzen vorhanden zu sein scheint, ist ein System zur Qualitätsentwicklung, das die Umsetzung der Qualitätsziele ermöglicht. Dieses Qualitätsentwicklungssystem müsste aus unserer Sicht die folgenden Ecksäulen enthalten:


1. Aufbau einer zentralen Servicestelle „Lehren und Lernen“

--> Neueinrichtung einer zentralen Servicestelle „Lehren und Lernen“, die direkt dem Prorektorat für Lehre untersteht und fachlich fundiert die Mitglieder und Gremien der Universität bei der (Weiter-)Entwicklung von Studium und Lehre berät und unterstützt:

--> Neueinrichtung eines Teams für Curriculumsentwicklung, das die Verwantwortung der Servicestelle gegenüber den Fachbereichen wahrnimmt

Mögliche Aufgabenfelder:
a. Beratung der Fachbereiche bei der Curriculums(weiter)entwicklung bestehender und neu einzurichtender Studiengänge/-fächer.
b. Begleitung von Reformprozessen in Studium und Lehre (Change Management)
c. Unterstützung der Fachbereiche bei der Implementierung von Konzepten wie forschendem Lernen, forschungsorientierter Lehre, transdiziplinäre Zugänge, E-Learning sowie Service-Learning
d. Schulungen der Universitätsmitglieder zu übergreifenden Fragen von Lehre und Lernen wie Bologna-Prozess, Kompetenzorientierung, Modularisierung etc.
e. Koordinierung und Weiterentwicklung der Lehrerbildung

2. Einbeziehung solider Daten und Fakten

--> Änderung der Evaluationsordnung, so dass
i. die Ergebnisse der Evaluationen in möglichst detaillierter Form an Studienkommissionen und Fachräte gegeben werden können, um die Weiterentwicklung von Studium und Lehre tatsächlich möglich zu gewährleisten
ii. die Fachräte in den Fächern, wo sie existieren, gleiche Rechte bzgl. Erstellung, Einsicht und Nutzung von Evaluationen haben wie die Studienkommissionen

--> Definition einer Schnittstelle zwischen Q+-Verfahren und den universitären Gremien, besonders zum Senatsausschuss für Lehre

--> Entwicklung eines sinnvollen Evaluations-Regelkreises, der mit Konsequenzen behaftet ist.


3. Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

--> Laufende Informationsweitergabe aller Mitglieder der Universität zu Prozessen der Qualitätsentwicklung
--> Koordinierung und Förderung der Kommunikation zwischen den unterschiedlichen an der Konzeption, Weiterentwicklung und Qualitätssicherung von Studium und Lehre beteiligten Personen, Gremien, Abteilungen und Stellen.
--> Einbeziehung aller Gruppen und Personen in die Prozesse der Qualitätsentwicklung, um das Bewusstsein bei den Mitgliedern zu stärken
--> Schaffung einer größeren Anerkennung für gute Leistungen in der Lehre, beispielsweise durch zusätzliche Mittel (z.B. Vergabe von universitätsinternen Lehrpreisen, zusätzliche Hiwimittel) und entsprechende Kommunikation nach außen.
--> Berücksichtigung der Lehre bei Berufungen und Evaluationsverfahren im Anschluss an Berufungen zur Stärkung des Bewusstseins der Wichtigkeit der Lehre beim Hochschulpersonal


4. Stärkung der hochschuldidaktischen Kompetenzen der Lehrenden

--> Verpflichtung Dozierender zu hochschuldidaktischen Kursen, z.B. am hiesigen Zentrum für Hochschuldidaktik oder in anderen auswärtigen Einrichtungen, falls spezifische fachbezogene Veranstaltungen an Angebote  falls die Dozenten in diesem Bereich keine anderweitigen selbst angeeigneten Qualifikationen vorweisen können (besonders für Dozenten, die bei ihrer Lehrevaluation schlecht abschneiden)
--> Verpflichtung der Fakultäten den Bereich Lehre stärker in die Berufungsverhandlungen einzubinden (z.B. Probevorlesung als Teil jedes Berufungsverfahrens)

--> Evaluation neuberufener Professoren durch den Senat nach fünf Jahren, auch und gerade mit Fokus auf die Lehrtätigkeit
--> Kooperation mit anderen Universitäten im Bereich der Hochschuldidaktik






1.2 Grundsatz-Positionierungen

1.3 Ausblick: Themen für die Zukunft

  • Wir sollten mal die allgemeine Lehramtsprüfungsordnung einer Revision unterziehen.ist total unverständlich für die studis und sachen sind da nicht geregelt..... gemeint ist die allgemeine po des lehramts der uni heidelberg
  • Was ist mit den Modulhandbüchern? Die sollten eigentlich auch verlinkt werden und zwar auch zentral
  • in Zukunft auf die Kostenkalkulation achten bei Gebührensatzungen !
  • Es wäre sinnvoll, eine kommentierte Sammlung guter und schlechter Passagen aus Prüfungsordnungen zu erstellen, die man Fächern an die Hand geben kann für Studienordnungsreformen
  • Gestaltung der Studieneinstiegsphase.

2 Überlegungen zur Arbeit des SAL

Wir brauchen einen systematisierten Austausch mit dem Q-Gedöns

In den Qualitätssicherungsaudits wird bei einzelnen Studiengängen einzelner Fächer Verbesserungsbedarf festgestellt, der entsprechend künftig umzusetzen wäre. Dies sind doch gleichfalls genuine Angelegenheiten der Lehre, dementsprechend wäre der SAL zu informieren, was bei einer Prüfungsordnung an Verbesserungsbedarf bei Q-Audits festgestellt wurde und inwiefern schon Verbesserungen umgesetzt wurden oder nicht. Damit der SAL also seiner Aufgabe nachkommen kann, über Studiengänge fundiert beraten zu können, sollte künftig ein Informationsaustausch zwischen den Qualitätsbeauftragten des Senats und dem SAL stattfinden. Momentan tauschen sich diese nur mit der Verwaltung aus, die jedoch hier für alleine nicht zuständig ist und es auch nicht faktisch sein dürfte.

2.1 Inhalte, die in letzter Zeit nicht angegangen wurden:

Im Laufe der Q-Verfahren zeigen sich viele Probleme, die man bereits immer mal wieder zur Sprache gebracht hat, zum Teil mit neuer Akzentuierung und zum Teil auch ganz neue Probleme (s.o.). Bevor diese Themen wieder alle unbearbeitet liegen bleiben, sollten wir sie endlich mal angehen.

Hier eine Übersicht über Themen, von denen wir hoffen, dass sie nicht untergehen, sondern bearbeitet werden:

Kompetenzorientierte Prüfungen sind Mangelware. Um diese einzuführen, müsste man aber auch das Studium kompentenzorientiert um gestalten...
Vielen Studis und auch Lehrenden ist wohl nicht klar, welche Kompetenz durch welche Veranstaltung erworben soll/kann. Dies muss besser kommuniziert werden?
Auch bei den (fachlichen) Inhalte ist vielen Studierenden anscheinend nicht die Bedeutung einzelner Veranstaltungen bzw. deren Einordnung ins Curriculum klar (dass es ein Curriculum gibt, ist ihnen auch oft nicht klar, für sie gibt es nur einen Lehrplan oder einen Stundenplan, den sie abstudieren).
Zu guter Letzt sehe ich ein großes und zu gleich komplexes Problem, was ich glaube, die QMS-Menschen aus der ZUV noch nicht ganz verstanden
haben: Fast die komplette Arbeitslast liegt in der Vorlesungszeit, da hier sich die Klausuren (siehe Kompetenz-Orientierung) bündeln. Wenn die
dann "abgefertigt" sind, hat der Student nichts mehr zu tun (Vorlesungsfreie Zeit) oder kein Bock mehr, weil er vorher überfordert
war, sprich die Arbeitsbelastung sinkt deutlich.

Zur Orientierung: in RB 1/12 gibt es eine Übersicht über weitere Themen aus dem Umfeld der Q-Verfahren

2.2 Was könnte man tun?


3 Altlast: Stellungnahme zur PO Biochemie

(alles muss noch dringend überarbeitet werden + MEHR ARGUMENTE!)


Die mir bekannten Fakten sind (auf Fakultätsebene auch schon so vorgetragen):

  • Bei der Einrichtung bzw. Ausgestaltung wurden erst am Ende Studis beteiligt.
  • Das Curriculum besteht fast ausschließlich aus Veranstaltungen, die bereits bestehen. Dabei decken sich ca. 80% der Inhalte mit dem Chemie-Bachelor. On top kommen noch die Hauptvorlesungen der Biologen >> Die Prüfungslast/workload ist viel zu hoch. Hier hatten wir auch die Durchfallquoten der Bio-Vorlesungen und die Abbrecherquoten der Chemie ins Felde geführt.
  • Die FS Chemie hatte geäußert, dass sie Angst hat, dass es nicht genug Praktikumsarbeitsplätze in den Grund- bzw. Pflichtpraktika gibt und am Ende die Biochemler auf jeden Fall rein kommen, sie selbst aber hinten angestellt werden.



Wir begrüßen die Einführung eines Studiengangs „Biochemie“, um in diesem Feld ein Studienangebot zu schaffen, da hier offensichtlich Bedarf besteht. Die vorgelegte Ausgestaltung dieses Studiengangs halten wir allerdings für stark verbesserungsfähig.
Es bestehen folgende Kritikpunkte:

1. Überfrachtung
Der Studienplan Biochemie ist mit dem Studienplan Chemie im ersten Semester identisch, bis auf „XXX.“ Die Workload der Chemiestudierenden ist bereits sehr hoch, durch die weitere Erhöhung im Studiengang Biochemie entsteht eine deutliche Überfrachtung. Durch die sehr starre Modulgestaltung wird der Studiengangs (der die Form eines „Kohortenstudiengangs“ hat) sehr unflexibel, was dazu führt, dass lange Wartezeiten auf Veranstaltungen bei Abweichung vom Modellstudienplan entstehen.

Bausteine:

Die Pflichtveranstaltungen sind zeitintensiv und lassen wenig Spielraum für eigenes Studium
Bereits in den Diskussionen im Fakultätsrat zeigte sich dass die Wiederholungsprüfungen ein Thema sind: diese sind nun gemäß der Tradition des jeweiligen Faches gehalten – d.h. …
Hier hätten wir eine einhatlice Lösung präferiert
Konflikte sollen in einer paritätenischen Kommission besprochen werden, doch hätten solche Fragen im Vorfeld geklärt sein sollen. Es fragt sich auch, wie eine Kommission, an der zwei Fakultäten beteiligt sind, rein mathematisch überhaupt paritätsch besetzt werden kann, da ja Kommissionen gemäß Verfahrensordnung immer mit einer ungeraden Zahl an Mitgliedern besetzt sein müssen.
Letztes Semester: Es sollen laut Modellstudienplan im 6. Semester sowohl ein mehrwöchiges Forschungspraktikum als auch die gesamte Bachelor-Prüfung absolviert werden. Diese setzt sich zusammen aus der Bachelorarbeit und einer mündlichen Abschlussprüfung. Gerade im letzten Semester wäre es wichtig, genug Zeit zur Prüfungsvorbereitung bzw- zur Vorbereitung + Erstellung der Bachelorarbeit zu haben. Es steht aber zu befürchten, dass durch das Forschungspraktikum zu wenig Zeit für Lernphasen, Recherche, Reflexion etc. eingeräumt ist, was dann möglicherweise auch zu schlechteren Prüfungsergebnissen führt.

a) es gibt viele Einzelprüfungen

b) Im 6. Semester Forschungspraktikum + Abschlussprüfung + Abschlussarbeit

Zur Argumentation, dass man das Forschungspraktikum auch exakt nach der vorgeschriebenen Zeit beenden kann, möchten wir anmerken, dass es schade ist, dass Studierende dies Möglichkeit forschenden Lernens nicht nutzen können, da direkt danach der nächste Prüfungsteil kommt; gerade bei einem Forschungspraktikum sollte die Möglichkeit bestehen, evtl. auch eine oder zwei Wochen länger dabeizubleiben, ganz abgesehen davon, dass die Realität derzeit eine andere ist, doch das interessiert niemanden, sobald ein Prof erklärt, bei ihm sei das nicht so.

Wenn man sich zudem den "Stundenplan" in Chemie und Biochemie anschaut, sind die ersten 2 Semester identisch, bei Biochem kommt noch dieses Einführungsseminar dazu. Semester 3 sieht in der Biochemie eher voller aus und ab dem vierten kann ich das persönlich nicht mehr so beurteilen was den Vgl. zu Chemie angeht.

2. Keine "eigenen" Veranstaltungen Veranstaltungen, die für den Studiengang Biochemie konzipiert sind

Es gibt keine eigenen Veranstaltungen, sondern vor allem wurden bereits bestehende Veranstaltungen rekombiniert und dies, obwohl bereits jetzt Kritik daran geäußert wird, dass die Veranstaltungen inhaltlich überfüllt sind. Wir halten es nicht für sinnvoll, Veranstaltugnen aus anderen Studiengängen ungeprüft zu übernehmen. Wenn man sich beispielsweise den "Stundenplan" in Chemie und Biochemie anschaut, sind die ersten 2 Semester identisch, bei Biochemie kommt allerdings noch ein Einführungsseminar hinzu.


3. Verfahren

Der Studiengang wurde schnell durch die Gremien geboxt. Es mag sinnvoll sein, die neue Biochemie-Professur mit einem eigenen Studiengang zu versorgen, allerdings hätte man sich dennoch mehr Zeit nehmen sollen. Die hohe Zahl der Enthaltungen in einigen Fakultätsräten zeugt von nicht ausgeräumten Zweifeln.
Positiv anzumerken ist, dass den Fakultäten bewusst ist, dass ein Biochemie-Bachelor nicht berufsqualifizierend ist und sie davon ausgehen, dass sie auf jeden Fall ein Masterangebot aufstellen müssen, um den Leuten Berufsaussichten zu eröffnen.